22.1.2026 - schwaebische.de

Rückzug mit Signalwirkung

Der Verzicht des Limburger Bischofs Georg Bätzing auf eine zweite Amtszeit als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz wird von Reforminitiativen als erzwungener Rückzug gewertet. Es gibt viele offene Fragen.  
Von: Ludger Möllers, Unseren Agenturen

Kirchliche Reformbewegungen sehen im zuletzt angekündigten Rückzug von Bischof Georg Bätzing  einen herben Rückschlag für die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, den Synodalen Weg und dringend notwendige kirchliche Reformen. Sie warnen vor einem deutlichen Bedeutungsverlust der katholischen Kirche in Deutschland. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wie bewerten Reforminitiativen diesen Schritt?

Kirchliche Reformbewegungen reagieren mit deutlicher Kritik. Besonders die Initiative „Wir sind Kirche“ spricht von einem „herben Rückschlag“ für die katholische Kirche in Deutschland. Der Rückzug Bätzings werde als erzwungen wahrgenommen und sende ein fatales Signal: Reformorientierte Kräfte würden ausgebremst, während Blockierer innerhalb der Bischofskonferenz an Einfluss gewinnen. Aus Sicht der Reforminitiativen droht eine weitere Beschleunigung des Bedeutungsverlustes der Kirche in der Gesellschaft.

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Wie lautet das Fazit der Reformbewegungen?

Aus reformorientierter Perspektive markiert der Rückzug Bätzings keinen normalen Personalwechsel, sondern einen kritischen Wendepunkt. Die Initiativen warnen: Ohne klaren Reformwillen, echte Synodalität und strukturelle Veränderungen droht der katholischen Kirche in Deutschland der Verlust an Glaubwürdigkeit – und langfristig die gesellschaftliche Bedeutungslosigkeit.

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Zuletzt geändert am 26­.01.2026