1.4.2019 - bistum-wuerzburg.de

"Wir sind Kirche" fordert

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Am Sonntag ging das 43. Bundestreffen mit insgesamt mehr als 80 Teilnehmenden aus Deutschland und Österreich mit einem Dankgottesdienst zu Ende. Gleichzeitig will die seit 1995 bestehende katholische Reformbewegung die Menschen an der Kirchenbasis noch stärker als bisher darin unterstützen, selber initiativ zu werden und „Kirche vor Ort“ zu sein. Dies sind zwei wesentliche Leitlinien der KirchenVolksBewegung, die die Versammlung „Zukunft von Kirche und Zukunft von Wir sind Kirche“ am Wochenende in der Jugendbildungsstätte Unterfranken in Würzburg formuliert hat.

Verschiedene Referenten

Nach einem Grußwort des Würzburger Weihbischofs Ulrich Boom berichteten am Freitagabend die stellvertretende Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Elfriede Schießleder, die Pastoralreferentin Jutta Lehnert aus Koblenz sowie der Würzburger Studentenpfarrer Burkhard Hose, wie sehr die wohl größte Kirchenkrise seit der Reformation ihre konkrete Arbeit behindert und den Glauben vieler Menschen erschüttert. Die nächste Halbjahresversammlung ist vom 18. bis 20. Oktober 2019 im Kloster Neustadt in Neustadt an der Weinstraße mit turnusmäßiger Wahl des Bundesteams.

Ende des Zölibats gefordert

Beim Pressegespräch am Freitag hatte Dr. Wunibald Müller, langjähriger Leiter des Recollectiohauses der Abtei Münsterschwarzach, im Namen von Wir sind Kirche die deutschen Bischöfe aufgefordert, sich mit einer Petition an Papst Franziskus für die Aufhebung des Pflichtzölibats sowie des seit 2005 bestehenden römischen Verbots, Homosexuelle zu Priestern zu weihen, einzusetzen. Nach dem enttäuschenden Missbrauchs-Krisengipfel Ende Februar 2019 in Rom begrüßt Wir sind Kirche die an diesem Wochenende von Papst Franziskus erlassenen neuen Anti-Missbrauchsregeln für den Vatikanstaat als erste konkrete Schritte, denen aber noch viele folgen müssen.

Die katholische Laienbewegung "Wir sind Kirche" fordert schon lange radikale Veränderungen in der katholischen Kirche. Noch nie sei dies aber so drängend gewesen wie heute, erklärte Sprecher Christian Weisner.
 

"Wir sind Kirche" fordert entschiedenes Handeln