13.11.2022 - rnz.de

Besuch deutscher Bischöfe im Vatikan

Münster/Bonn. (epd) Kurz vor dem Besuch der deutschen katholischen Bischöfe in Rom hat der Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf Papst Franziskus kritisiert und den reformorientierten Bischöfen Wehleidigkeit und Mutlosigkeit vorgeworfen. Der Papst nehme Synodalität nicht ernst, sagte Wolf der in Oberursel erscheinenden Zeitschrift "Publik-Forum" (Samstag, online).

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Anlässlich des sogenannten Ad-limina-Besuchs der Bischöfe vom 14. bis 18. November in Rom hatten sich zuvor bereits 33 katholische Verbände und Initiativen kritisch zu Wort gemeldet. In einer gemeinsamen Resolution forderten sie den Vatikan auf, die deutschen Reformbemühungen im sogenannten Synodalen Weg anzuerkennen und selbst zu handeln.

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Reformgruppen wie "Wir sind Kirche" und Maria 2.0 äußerten ihre Hoffnung, dass beim Ad-limina-Besuch "die gefährliche Kommunikationslücke mit dem Vatikan geschlossen wird". "Die Deutungshoheit über den Weg der Kirche darf nicht den Gegnern jeder Reform überlassen werden, die von Angst, Mutlosigkeit und aggressiver Abwehr geleitet werden", heißt es in einem am Wochenende veröffentlichten Offenen Brief von rund 33 katholischen Verbänden und Initiativen. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem auch die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), die Pfarrer-Initiative Deutschland und mehrere Betroffenengruppen von Missbrauchsopfern.

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Zuletzt geändert am 13­.11.2022