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Veröffentlicht am 27­.10.2014

27.10.2014 - KNA

"Wir sind Kirche" fordert offene Debatte über Familiensynode

Essen (KNA) Zum Abschluss ihrer Bundesversammlung hat die Initiative "Wir sind Kirche" am Sonntag in Essen die deutschen katholischen Bischöfe aufgefordert, den Dialog über die Themen der Familiensynode "so offen und angstfrei wie in Rom" auch in Deutschland weiterzuführen. Man solle mit Theologinnen und Theologen sowie mit dem gesamten Kirchenvolk weiter diskutieren und rechtzeitig konkrete Ergebnisse zur zweiten Familiensynode 2015 vorlegen. Die engagierten Laien sollten dabei eine besondere Rolle spielen.

Mit dem Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer, war nach Angaben der Veranstalter erstmals ein hochrangiges Mitglied einer Bistumsleitung offizieller Gast bei einer Versammlung der Initiative. Pfeffer hatte am Freitagabend über den Dialogprozess der vergangenen Jahre und das daraus entstandene Zukunftsbild des Bistums Essen gesprochen. Seinen Besuch hatte er vorab ausdrücklich als Zeichen der Wertschätzung angekündigt.

Mit Blick auf die katholische Kirche als Ganzes warnte Pfeffer bei seinem Besuch vor "Grabenkämpfen" und "Spaltungstendenzen", wie das Bistum mitteilte. Es sei "für uns in der Kirche schwierig, offen miteinander zu streiten und dabei einen respektvollen Umgang zu bewahren". Dies hänge mit einer weit verbreiteten Harmoniebedürftigkeit zusammen, die es nicht erlaube, unterschiedliche Auffassungen zuzulassen.

Hoffnungsvoll stimme ihn, so Pfeffer, dass Papst Franziskus wie zuletzt bei der Familiensynode immer wieder dazu auffordere, offen miteinander um die großen Fragen des Glaubens und der Kirche zu ringen und dabei auch den nötigen Streit auszuhalten, ohne sich gegenseitig auszugrenzen.

Zuletzt geändert am 28­.10.2014

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