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3. Ökumenischer Kirchentag 2021 in Frankfurt



Wir sind Kirche begrüßt die Entscheidung für einen 3. Ökumenischen Kirchentag, der vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt unter dem Leitwort „schaut hin“ stattfinden wird.

Beim 1. Ökumenischen Kirchentag 2003 in Berlin hatte Wir sind Kirche die Gottesdienste in der Gethsemanekirche mit wechselseitiger ökumenischer Gastfreundschaft mitgestaltet. Damals wurden allerdings die katholischen Priester Bernhard Kroll und Prof. Dr. Gotthold Hasenhüttl von ihren Bischöfen abgestraft. Der damalige Trierer Bischof Reinhard Marx suspendierte Prof. Hasenhüttl vom Priesteramt und entzog ihm die kirchliche Lehrbefugnis. Beides wurde leider bis heute nicht korrigiert.

Beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München hatten die Kirchenleitungen aus der Tradition der orthodoxen Kirche zu einer Artoclasia (Feier des Brotbrechens) geladen. Bei der Veranstaltung „Auf  dem Weg zum 3. Ökumenischen Kirchentag Frankfurt 2021“ des Dortmunder Kirchentags 2019 fehlte die Behandlung der Frage nach der gemeinsamen Mahlfeier, obwohl dieses Thema von den Anwesenden, die fast alle schon die beiden bisherigen Ökumenischen Kirchentage erlebt hatten, als besonders wichtig erachtet wurde.

Doch für den 3. Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt erwartet die große Mehrheit der Christinnen und Christen, dass die Kirchen in der Frage der Gastfreundschaft bei Eucharistie und Abendmahl endlich den deutlichen Schritt aufeinander zu machen, zu dem auch Papst Franziskus mehrfach ermutigt hat. Bei allem Respekt für die unterschiedlichen Traditionen erscheint uns dies notwendig, wenn der 3. Ökumenische Kirchentag ein Erfolg werden soll.

Mittlerweile setzen sich die meisten deutschen Bischöfe, jetzt auch Kardinal Marx, zumindest bei konfessionsverschiedenen Paaren für die Zulassung zum Empfang der Eucharistie ein. Kirchenrechtlich ist Katholikinnen und Katholiken allerdings nach wie vor der Empfang des evangelischen Abendmahls nicht erlaubt (Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia“ von Papst Johannes Paul II. vom April 2003).

Wir sind Kirche begrüßt deshalb die nach zehnjähriger Arbeit am 11. September 2019 vorgestellte Studie „Gemeinsam am Tisch des Herrn – Ökumenische Perspektiven bei der Feier von Abendmahl und Eucharistie“ (PDF 57 Seiten) des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen. Bei allem Respekt für die unterschiedlichen Traditionen erscheint uns dies notwendig, wenn der 3. Ökumenische Kirchentag ein Erfolg werden soll. Die Ökumene ist und bleibt ein Prüfstein für die Glaubwürdigkeit des Christentums gemäß Jesu Auftrag „...damit alle eins seien“ (Joh 17,21). Nur gemeinsam können die Kirchen heute in versöhnter Verschiedenheit den Menschen das Evangelium, die Hoffnungsbotschaft Jesu Christi, glaubhaft und glaubwürdig verkünden und bezeugen.

 

Webseite des 3. Ökumenischen Kirchentags: > www.oekt.de/

zum Leitwort: > domradio.de 26.10.2019

erste Schwerpunkte (Mai 2019)

  • Fragen des Glaubens und der Spiritualität
  • Zusammenleben zwischen Konfessionen, Religionen und Nationen sowie zwischen den Geschlechtern und Generationen im bunten Frankfurt
  • Komplex der internationalen Verantwortung vom Klimawandel bis zum fairen Handel
  • Geld, Herrschaft und Macht in der Finanzmetropole Frankfurt

 

> Wir sind Kirche auf dem und beim 1. Ökumenischen Kirchentag Berlin 2003

> Wir sind Kirche auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag München 2010

 

 

Zuletzt geändert am 31­.10.2019