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Veröffentlicht am 16­.11.2020

16.11.2020 - KNA

"Wir sind Kirche": Auch Vertuscher müssen sich verantworten

Aus Sicht der Organisation "Wir sind Kirche" müssen sich auch alle "Ermöglicher und Vertuscher" sexualisierter und geistlicher Gewalt in der Kirche ihrer Verantwortung stellen. Jeder, der zu einer Praxis der s"ystematischen Verantwortungslosigkeit kirchlicher Amtsträger" beigetragen habe, müsse zurücktreten, heißt es in einer am Sonntag in München veröffentlichten Erklärung. Erst dann würden die Betroffenen ein Zeichen von Gerechtigkeit sehen. Anlass für die Stellungnahme ist unter anderem der jüngste Bericht über die Verfehlungen des früheren Kardinals und Erzbischof vonWashington D.C., Theodore Edgar McCarrick.

Auch die "unsäglichen Auseinandersetzungen" über die zurückgezogene Veröffentlichung der von Kardinal Rainer Maria Woelki in Auftrag gegebenen Missbrauchsstudie für das Erzbistum Köln werden angeführt. In beiden Fällen werde deutlich, wie aktuell das  Missbrauchsproblem in der Kirche und dessen mangelnde Aufklärung trotz aller Bemühungen nach wie vor sei.

Zu Recht fragten immer mehr Menschen auch nach der institutionellen Verantwortung der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI., heißt es in der Mitteilung weiter. Gleiches gelte für Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der von 2012 bis 2017 als Präfekt der Glaubenskongregation vorgestanden habe und damit auch für die Ahndung solcher Verbrechen zuständig gewesen sei.

 

Zuletzt geändert am 17­.11.2020

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