2.2.2026 - schwaebische.de
Sechs Jahre Ringen um eine andere Kirche
Wie beurteilen Reformkräfte die bisherigen Ergebnisse?
Die großen Reforminitiativen – BDKJ, KDFB, Maria 2.0, #OutInChurch, Wir sind Kirche, Gemeindeinitiative, pro concilio – ziehen eine ernüchternde, teilweise wütende Bilanz. Sie würdigen, dass zentrale Risikofaktoren benannt und theologisch bearbeitet wurden, sprechen sogar von einem „großen und bleibenden Verdienst“ des Synodalen Weges. Aber sie sehen, dass kirchenrechtliche Grenzen und das Festhalten an der Letztverantwortung der Bischöfe echte Machtverschiebungen weitgehend blockieren.
Die Reformkräfte kritisieren das Schweigen aus Rom, das Ausscheiden einzelner Bischöfe aus dem Prozess und die mangelnde Transparenz der Diözesen bei der Umsetzung der Beschlüsse. Sie warnen: Der Frust der Basis wächst, viele Gläubige haben das Gefühl, dass ihre Geduld ausgenutzt wird. Zugleich halten sie am synodalen Lernen fest: Dass Laiinnen und Laien auf Augenhöhe mitdiskutieren, Anträge formulieren und Beschlüsse einfordern, hat das Selbstbewusstsein vieler Katholikinnen und Katholiken dauerhaft verändert.
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Zuletzt geändert am 02.02.2026

