Zum Katholikentag: Katholische Gruppen fordern mutige Reformen der Kirche
Düsseldorf/Würzburg ‐ Menschenkette und Reform-Appell: Katholische Gruppen setzen Zeichen. Ein Zusammenschluss von 30 Verbänden, Betroffeneninitiativen und Reformgruppen will Kirche und Gesellschaft verändern. Was ihm besonders wichtig ist.
Vom Katholikentags-Leitwort "Habt Mut, steht auf!" inspiriert haben 30 katholische Organisationen einen Reform-Aufruf veröffentlicht. In einer verbreiteten Mitteilung von Montag heißt es, der Zusammenschluss habe kirchliche und gesellschaftliche Handlungsfelder formuliert, die das Leitwort konkret werden lassen. Damit wolle man auf die Herausforderungen und Umwälzungen in Kirche und Gesellschaft reagieren, die "mutige Reformen" erforderten.
In dem Aufruf heißt es: "Wir setzen uns ein für eine Kirche, die Teilhabe und Demokratie ernstnimmt." Dafür brauche es "Gleichberechtigung aller Geschlechter" und Synodalität. Weiter setzt sich der Zusammenschluss "für die dringend notwendige Erneuerung aller kirchlichen Dienst- und Leitungsstrukturen" ein, "damit lebendige Gemeinden glaubwürdig zum solidarischen Engagement befähigen können".
Menschenkette in Würzburg
Die Betroffeneninitiativen sexualisierter und geistlicher Gewalt, katholischen Verbände und kirchlichen Reformgruppen fordern konkret die Bekämpfung der Ursachen sexualisierter und geistlicher Gewalt sowie deren Vertuschung.
Eine Menschenkette für Geschlechtergerechtigkeit soll beim am Mittwoch in Würzburg beginnenden Katholikentag zwischen Kilians-Dom und Augustinerkirche auf die Reformanliegen hinweisen (Freitag, 15 Uhr). Neben der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zählen zu den Initiatoren des Aufrufs der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und die Reforminitiative "Wir sind Kirche". (KNA)
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Zuletzt geändert am 11.05.2026

