25.8.1016 - kirche-und-leben.de
Heiratende Priester: Initiative kritisiert „übertriebene Bestrafung“
Geistliche, die ihr Amt aufgeben müssen, verlieren ihren Beruf und Teile ihrer Alterssicherung. Die „Priester im Dialog“ halten das für „ungerecht“.
Die Initiative „Priester im Dialog“ kritisiert den harten Umgang der katholischen Kirche mit Priestern, die wegen einer Heirat ihr Amt aufgeben müssen. Es sei „ungerecht“ und eine „übertriebene Bestrafung“, wenn diese nach jahrzehntelangem Dienst wegen einer Heirat ihre berufliche Existenz und Teile ihrer Alterssicherung verlören, sagte Sprecher Edgar Büttner dem Evangelischen Pressedienst. Die geltenden Regeln schafften nur Verlierer: „Der Priester verliert seinen Beruf und seine Berufung, die Gemeinde einen engagierten Seelsorger und die Kirche an Glaubwürdigkeit.“
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Die Initiative „Priester im Dialog“ setzt sich gemeinsam mit der Reformbewegung „Wir sind Kirche“ seit Jahren dafür ein, verheiratete oder aus dem Amt ausgeschiedene Priester wieder stärker in kirchliche Aufgaben einzubinden. Ein im März 2023 vom Reformprozess Synodaler Weg beschlossener Handlungstext fordere verbindliche und rechtssichere Regelungen, fügte der Diplom-Theologe und promovierte Philosoph Büttner hinzu, der selbst verheirateter Priester ist und heute als Coach Führungskräfte berät. Diese sollen sich an den Standards für andere pastorale Beschäftigte orientieren und Übergangshilfen ermöglichen.
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Zuletzt geändert am 08.09.2026

