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Veröffentlicht am 24­.09.2026

24.9.2026 - domradio.de

Katholische Verbände rufen Bischöfe zu Reformen auf "Die Geduld des Kirchenvolks ist erschöpft"

Frauenverbände und "Wir sind Kirche" erwarten von der Herbstvollversammlung der Bischöfe in der kommenden Woche einen klaren Reformkurs. Und sie sehen die Kirche in der Verantwortung im Kampf gegen Rechtsextremisten.

Kirchliche Verbände und Gruppen haben die katholischen Bischöfe zu weiteren Reformschritten bei ihrer Herbstvollversammlung in der nächsten Woche in Fulda aufgerufen. 

"Die Geduld des Kirchenvolks ist erschöpft", heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Appell von Katholischem Deutschen Frauenbund (KDFB), Katholischer Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und "Wir sind Kirche". Ein "Weiter so innerhalb der traditionellen hierarchischen Strukturen" führe in die Sackgasse. 

Trotz der Absage aus dem Vatikan fordern die Verbände, es kirchlich Engagierten und vor allem Frauen zu ermöglichen, in Gottesdiensten zu predigen. "Es braucht Mut sowie kreative und verantwortungsvolle Wege, damit Gottes Wort und die Hoffnungsbotschaft auch durch Lai*innen zu den Menschen gelangen." Zudem riefen die Verbände die Bistümer auf, die beim Reformdialog Synodaler Weg beschlossenen Vereinbarungen, vor Ort umzusetzen. 

Kirche gegen Rechtsextremismus 

KDFB, kfd und "Wir sind Kirche" sehen die katholische Kirche auch in gesellschaftspolitischer Verantwortung, sich gegen Rechtsextremismus und gegen gesellschaftliche Spaltung zu stellen. "Demokratie lebt von Teilhabe, Dialog, Solidarität und Kompromissbereitschaft. Eine synodale Kirche kann und muss hier Vorbild sein", heißt es in der Erklärung. 

Die katholischen Bischöfe treffen sich von Montag bis Donnerstag in Fulda zu ihrer Herbstversammlung. Neben kirchlichen Beratungen geht es auch um ethische Fragen zu Leihmutterschaft, Organspende und Suizid-Beihilfe. Diskutieren wollen die rund 60 Bischöfe auch über Gefahren und Chancen von Künstlicher Intelligenz. 

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Zuletzt geändert am 26­.09.2026