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Veröffentlicht am 11­.05.2006

Hasenhüttl

Presse-Info zum Katholikentag Saarbrücken

Liebe Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen,

Gotthold Hasenhüttl, Professor für Theologie aus Saarbrücken, ist nun DOCH während des Katholikentags in Saarbrücken (24.-28.Mai 2006) zu erleben: Die Katholikentags-Organisatoren luden den kritischen Theologen – dem der katholische Bischof Dr.Reinhard Marx die Ausübung des Priesteramts und die Lehre verbot – aus: Die kirchenunabhängige, ökumenische Zeitschrift Publik-Forum lädt ihn gemeinsam mit ökumenischen Basisgruppen ein!


Pressekonferenz

am Mittwoch, 24. Mai 2006, 16 Uhr, in der Arbeitskammer, Fritz-Dobisch-Straße 6-8.
Ausrichter dieser PK sind neben Publik-Forum und der Leserinitiative Publik e.V. die Evangelischen StudentInnengemeinden in der Bundesrepublik Deutschland (ESG), die KirchenVolksBewegung „Wir sind Kirche“ und das Ökumenische Netzwerk „Initiative Kirche von unten“.

Sie sind als PressevertreterInnen herzlich zu dieser PK mit Hasenhüttl eingeladen!


Öffentliche Veranstaltung

am Samstag, 27. Mai 2006, 20 Uhr, im Großen Saal des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken. Dort wird Prof. Gotthold Hasenhüttl mit der evangelischen Theologin Prof. Johanna Haberer (Erlangen) und dem Theologen und Religionspädagogen Prof. Dr. Fulbert Steffensky (Hamburg) über die Zukunft der Ökumene und den Skandal der Trennung der Christen diskutieren, der viele – auch politische – Folgen hat. Moderation: Britta Baas (Publik-Forum)
Musikalische Begleitung: Flois Knolle-Hicks und Bernd H. Göhrig.

Sie sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen!
Bitte weisen Sie in Ihrem Medium auf diese Termine hin!


Hintergrund:

Hasenhüttl ist für die Katholikentags-Organisatoren „Persona non grata“: Er sei vom Katholikentag in Saarbrücken „ausdrücklich ausgeladen worden“, so der Theologe in einem Publik-Forum-Interview, das am morgigen Freitag, 12. Mai 2006, erscheint. Weil er beim Ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 öffentlich auch Protestanten zur Eucharistie-Feier eingeladen hatte und über 2000 Menschen verschiedener Konfessionen dieser Einladung gefolgt waren, entzog ihm der Trierer Bischof Marx 2003 die Erlaubnis, das Priesteramt auszuüben – Anfang 2006 auch die kirchliche Lehr-Erlaubnis.

Zwischen Marx und Hasenhüttl gibt es laut Hasenhüttl keinen Gesprächskontakt. Hasenhüttl: „Schon unser erstes Gespräch stand unter dem Motto: ,Ich, Bischof Marx, habe keinen Gesprächsbedarf. Sondern Sie haben nur zu unterschreiben, dass Sie bereuen, und fertig!´ Das Gleiche spielte sich auch beim Entzug der Lehrerlaubnis ab: ,Sie haben genügend Zeit gehabt. Haben Sie jetzt endlich Ihre Tat bereut?´“

Hasenhüttl sieht sich trotz aller Konflikte und Anfeindungen nicht als Held: „Wenn wirklich die Scheiterhaufen gebrannt hätten, dann weiß ich nicht, ob ich den Mut der Jeanne d´Arc aufgebracht hätte. Trotzdem habe ich keine Minute das bereut, was ich in Berlin gemacht habe, denn evangelische Christen sind nicht Christen zweiter Klasse. Es war neben meiner Primiz der wichtigste Gottesdienst meines Lebens.“

Der emeritierte Theologe äußert sich skeptisch zur Reformierbarkeit der römisch-katholischen Kirche: „Es wäre ein großes Glück, wenn ein Gorbatschow Papst würde… Vielleicht würde auch ein Kirchenaustritt von sehr vielen Leuten etwas bewirken, die sagen: ,Wir sind Christen, aber das lassen wir uns nicht gefallen.´“ Er selbst zahle aber noch Kirchensteuer. Träte er aus, so würde er es in seiner Situation „den Hierarchen zu leicht machen. Sie müssten sich dann nicht mehr mit meiner Kritik auseinandersetzen.“

Die Zukunft der kritischen Theologie sieht Hasenhüttl in Gefahr: „Den einen ist die Kirche heute egal, und die anderen wollen Katechismen, klare Linien, an die sie sich halten können. Der kritische Theologe kann ja nur an den Glaubensverstand der Menschen appellieren, und das ist schwer.“ Weiter formuliert er: „Manchmal denke ich, dass die kritische Theologie, die mein ganzes Leben geprägt hat, viel weniger bewirkt hat als diese eine Messe, die ich beim Ökumenischen Kirchentag gefeiert habe.“

Sie finden das komplette Interview auf der Seite www.wir-sind-kirche.de/?id=212

Wir freuen uns, wenn Sie daraus – unter Nennung von Publik-Forum - zitieren.

Für weitere Informationen kontakten Sie bitte:

B r i t t a B a a s
Redaktion von Publik-Forum
Tel: 06171-7003-18
e-Mail: bb@publik-forum.de

C h r i s t i a n W e i s n e r
Bundesteam KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche
Tel. +49 (0)8131-260 250 oder mobil +49 (0)172-518 40 82
eMail: presse@wir-sind-kirche.de
Internet: www.wir-sind-kirche.de

PS: Auf der Seite www.wir-sind-kirche.de/?id=212 finden Sie auch das gesamte Programm der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche auf dem Katholikentag in Saarbrücken.

Zuletzt geändert am 21­.10.2007

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