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Veröffentlicht am 08­.03.2007

8.3.2007

20. Jubiläum der Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche

Anlässlich des internationalen Weltfrauentages am 8. März 2007 weist Maria von Magdala, Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche e.V. erneut auf die überkommenen patriarchalen Strukturen in der katholischen Kirche und ihre Defizite in Bezug auf Geschlechtergerechtigkeit hin.

In der katholischen Kirche sind Frauen grundsätzlich aufgrund ihres Geschlechtes von der Übernahme von Ämtern mit theologischer und pastoraler Entscheidungsbefugnis ausgeschlossen. "Das Fehlen der weiblichen Sicht bei solchen wichtigen Entscheidungen ist nicht länger akzeptabel", sagt Susanne Mandelkow, die Sprecherin der Initiative, die am diesjährigen Weltfrauentag ihr 20ig-jähriges Jubiläum feiert.

Die römisch-katholische Kirche ist mittlerweile in eine tiefe Krise geraten. Das Beharren auf überkommenen Traditionen wie dem Ausschluss der Frauen von der Weihe, der Priestermangel, massive wirtschaftliche Probleme und unaufhaltsamer Mitgliederschwund sind nur einige der Anzeichen der tiefen Glaubwürdigkeitskrise. Die durch Missmanagement und Geldmangel vordergründig notwendig gewordenen "Rosskuren" werden von oben verordnet und auf dem Rücken der Christinnen und Christen an der Basis ausgetragen. Soziale Kälte ist die Folge.

Zudem zieht sich die Kirche auf ihr vermeintliches "Kerngeschäft" zurück und bedient vor allem die konservativen und traditionellen bürgerlichen Kreise, was die geistige Erstarrung noch verstärkt. Auch wenn die verantwortlichen Kleriker der Kirche dies leugnen: Nicht zuletzt der Ausschluss von Frauen von geweihten Ämtern und Entscheidungsprozessen, ihre immer noch marginale Beteiligung an Forschung und Lehre, ihre Beschränkung auf den untergeordneten Laienstatus ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich viele Menschen innerlich und äußerlich von der Kirche abwenden und notwendige Reformen nicht stattfinden.

"Angesichts der drängenden finanziellen, strukturellen und pastoralen Probleme der Kirche wird die Initiative Maria von Magdala sich auch weiterhin für Umkehr und Aufbruch (in) der Kirche einsetzen. Die Zeit ist überfällig für die Überwindung ungerechter, unchristlicher und unheilvoller Strukturen und Traditionen. Die Verantwortlichen in der Kirche müssen die Angst vor dem Verlust von Macht und Einfluss ablegen und ihrer Verantwortung für die Menschen endlich gerecht werden." fordert Susanne Mandelkow weiter.

"Die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Frauen muß endlich zu ihrer Gleichstellung im Kirchenrecht und Gleichberechtigung im gesamten Leben der Kirche führen. Das sehen wir neben einer verantwortlichen Beteiligung der Laien, einer demokratischen Verfassung und dem Einsatz für die Gerechtigkeit in der Welt als unverzichtbare Grundlage einer jesusgemäßen Kirche des dritten Jahrtausends an."

Maria von Magdala. Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche e.V. ist eine Gruppe christlicher Frauen, die sich seit 1987 für die volle Teilhabe und Gleichberechtigung der Frauen in der römisch-katholischen Kirche einsetzt. Die Gruppe ist Mitglied im Ökumenischen Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu).

Kontakt:
Susanne Mandelkow
Email: susanne.mandelkow@t-online.de

Zuletzt geändert am 06­.03.2007

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