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Wir sind Kirche-Adventskalender 2019


zusammengestellt von Sigrid Grabmeier

 

24.Dezember, Vorabend zum Weihnachtsfest - Heiliger Abend

Licht ist ausgesät denen, die gerecht sind,
Freude denen, die von Herzen aufrichtig sind.
Freut euch an ADONAJ, ihr, die ihr gerecht seid!
Bekennt euch zum Gedächtnis seiner Heiligkeit!

Psalm 89, Bibel in gerechter Sprache

Heute ist euch der Gesalbte DER LEBENDIGEN, der Retter, geboren worden, hier in der Stadt Davids.

„Glanz in den Höhen bei Gott!

Und Friede auf der Erde bei den Menschen,

die Gott wohlgefallen!“

Lk 2, Bibel in gerechter Sprache

 

 

 

4. Dienstag im Advent, 24. Dezember 2019 - Am Morgen

Er wird zu mir rufen: Mein Vater bist du,
mein Gott, der Fels meiner Befreiung.
Ja! Ich, ich mache ihn zum Erstgeborenen,
zum Höchsten der Gekrönten der Erde.
Für immer begegne ich ihm in Freundlichkeit.
Auf meine Verpflichtung kann er sich verlassen.

Psalm 89, Bibel in gerechter Sprache

Jesus, ein Jude aus Nazareth

Jeschu ben Josef – seit rund 250 Jahren versucht die Wissenschaft, sein Leben zu rekonstruieren. Sie fragt nicht nach dem Christus des Glaubens, sondern nach dem historischen Menschen Jesus von Nazareth.
„Ich würde sagen, unter historischen Gesichtspunkten betrachtet ist es höchstwahrscheinlich, dass Jesus von Nazareth existiert hat – einfach deswegen, weil wir eine so breite Überlieferung über ihn haben. Natürlich die ganze Bandbreite der christlichen Quellen, aber eben auch Notizen, kurze Texte in der antiken Literatur, die uns diese Gestalt ebenfalls bezeugen“, sagt Stefan Schreiber, katholischer Professor für Neues Testament an der Universität Augsburg. ...
„Ich denke, dass wir über das Geburtsjahr eigentlich gar nichts wissen“, sagt Annette Merz. „Und das hat alles damit zu tun, dass Jesus natürlich berühmt wurde erst als er vielleicht 30 war oder so. Er ist ein ganz unbekannter Sohn eines Handwerkers aus Nazareth, wahrscheinlich.“
Auch der Geburtsort Jesu lässt sich historisch nicht sicher bestimmen. Die Forschung tendiert überwiegend – nicht zu Bethlehem, wie es in zwei Evangelien steht, sondern zu Nazareth.
„Dort, in diesem doch eher kleineren Ort, hat seine Familie gelebt. Er ist dort aufgewachsen vermutlich wie ein ganz normales jüdisches Kind, mit mehreren Geschwistern, über die wir auch Bescheid wissen“, erklärt Stefan Schreiber. ...
Der Rabbiner Walter Homolka ist Professor für jüdische Religionsphilosophie in Potsdam. Er hat sich ausführlich befasst mit jüdischen Perspektiven auf Jesus:
„Klar ist, dass er eingeordnet werden kann in diesen zeitgeschichtlichen jüdischen Zusammenhang der römischen Besatzung und dass er auch immer mehr wahrgenommen wird als jemand, der ganz einer von uns ist.“

Ganz einer von uns; Sendung von Christian Röther Deutschlandfunk 25.12. 2018
im Gespräch mit Annette Merz, Professorin für Neues Testament an der Protestantisch Theologischen Universität, Campus Groningen, Rabbiner Walter Homolka, Professor für jüdische Religionsphilosophie in Potsdam, Stefan Schreiber, Professor für Neues Testament an der katholischen Fakultät der Universität Augsburg.

https://www.deutschlandfunk.de/jesus-ein-jude-aus-nazareth-ganz-einer-von-uns.886.de.html?dram:article_id=431008

 

 

 

4. Montag im Advent, 23. Dezember 2019

Deine Wege, ADONAJ, lass mich erkennen,
deine Pfade lass mich lernen.
Lass mich in deiner Verlässlichkeit gehen, belehre mich.
Du bist Gott, meine Befreiung. Auf dich hoffe ich jeden Tag.

Psalm 25, Bibel in gerechter Sprache

Ich dein baum

nicht du sollst meine probleme lösen
sondern ich deine gott der asylanten
nicht du sollst die hungrigen satt machen
sondern ich soll deine kinder behüten
vor dem terror der banken und militärs
nicht du sollst den flüchtlingen raum geben
sondern ich soll dich aufnehmen
schlecht versteckter gott der elenden

du hast mich geträumt gott
wie ich den aufrechten gang übe
und niederknien lerne
schöner als ich jetzt bin
glücklicher als ich mich traue
freier als bei uns erlaubt

hör nicht auf mich zu träumen gott
ich will nicht aufhören mich zu erinnern
dass ich dein baum bin
gepflanzt an den wasserbächen
des lebens.

In: Loben ohne lügen, Dorothee Sölle, Berlin 2000, S. 12

http://www.habakuk-musik.de/soelle1905.shtml

 

 

 

        
4. Sonntag im Advent, 22. Dezember 2019

Segen werden sie empfangen von ADONAJ,
Gerechtigkeit vom Gott ihrer Befreiung.
Dies ist die Generation, die nach Gott fragt.

Psalm 24, Bibel in gerechter Sprache

Gott mag zwar für den Menschen ohne Belang sein, aber der Mensch ist für Gott entschieden von Belang. Es gibt nur einen einzigen Weg, dies zu erfahren, den Weg der Anbetung. Denn Anbetung ist eine Weise, zu leben, die Weise, die Welt im Lichte Gottes zu sehen. Anbeten heißt, sich auf eine höhere Ebene der Existenz zu erheben, die Welt vom Blickpunkt Gottes aus zu betrachten. In der Anbetung entdecken wir, dass der letztgültige Weg nicht ist, ein Symbol zu haben, sondern ein Symbol zu sein, für das Göttliche einzustehen. Der letztgültige Weg ist, die Gedanken zu heiligen, die Zeit zu heiligen, die Worte zu weihen, das Tun zu weihen. Das Studium von Gottes Wort ist ein Beispiel für die Heiligung des Denkens, der Siebte Tag ein Beispiel für die Heiligung der Zeit, das Gebet ein Beispiel für die Heiligung von Worten, Observanz ein Beispiel für die Heiligung des Tuns.

Abraham Heschel: Der Mensch fragt nach Gott – Einführung; Jüdische Verlagsanstalt Berlin 2002 https://www.juedische-verlagsanstalt.de/shop/der-mensch-fragt-nach-gott/

 

 

3. Samstag im Advent, 21. Dezember 2019

Der Plan DES LEBENDIGEN hat ewig Bestand,
das Vorhaben seines Sinnes von Generation zu Generation.
Glücklich die Nation, deren Gott DER LEBENDIGE ist,
das Volk, das er zu seinem Erbe erwählt.

Psalm 33 Bibel in gerechter Sprache

Weiterbildung für Hebammen und Geburtshelfer

Leider gibt es immer noch viel zu wenige, gut ausgebildete Hebammen und Geburtshelfer in Ghana. So nehmen werdende Mütter oft viele Kilometer Fußmarsch auf sich, um in die nächste Geburtsklinik zu gelangen. Oder sie bleiben notgedrungen zu Hause, zur Geburt. Nicht selten kommt es dabei zu Komplikationen.
Wir unterstützen die Ausbildung und Weiterbildung von Hebammen, traditionellen Hebammen (Traditional Birth Attendance) und Geburtshelfern.
Workshops werden von uns finanziert, bzw. Unterrichtsmaterialien, Kreißsaalmobiliar und Ausrüstung werden per Container nach Ghana gebracht.
Unser Ziel ist es, eine flächendeckendere Versorgung mit Hebammen in den ländlichen Regionen der Volta-Region zu gewährleisten.

"Meeting Bismarck – Gododo Ghana“ Geburts- und Kinderhilfe Ghana https://www.meeting-bismarck.de/geburtshilfe

https://www.youtube.com/watch?time_continue=527&v=tx_a9yzjGLU&feature=emb_logo

 

 

3. Freitag im Advent, 20. Dezember 2019

Wer steht dort, wo Gottes Heiligkeit nahe ist?
Die unschuldige Hände haben, reinen Sinn,
die keine Lüge in sich tragen, nicht schwören, um zu täuschen.

Psalm 24, Bibel in gerechter Sprache

Was zeichnet Kinder gegenüber Erwachsenen aus – Und worauf zielte Jesus ab?
• ihr uneingeschränktes Vertrauen (Urvertrauen) • ihre bedingungslose Liebe und bedingungsloses Schenken • ihre Naivität in den Erwartungen • ihre Sorglosigkeit und Freude am Lernen • ihre Offenheit für neue Ansichten (dir kann man ja alles erzählen) ...
Jesus wies eigentlich darauf hin, dass ein Kind “unversaut” auf die Welt kommt und durch unsere Kultur zu einem Verhalten gezwungen wird, das ihm eigentlich zuwider ist. Und wenn wir erwachsen sind, ist es für uns Normalität „versaut“ zu sein und wir sehen die „Reinheit“ der Kinder logisch als etwas Schlechtes an, weil es in unserer Welt nicht überlebensfähig ist, aber im Grunde unseres Herzens wünschen wir auch so sein zu dürfen, lassen das nur nicht mehr zu, weil wir sonst zu den Verlierern gehören würden.

Martin Bartonitz Blog Der Mensch – das faszinierende Wesen https://faszinationmensch.com/2012/04/03/warum-meinte-jesus-dass-wir-wieder-kinder-werden-mussen/

 

 

3. Donnerstag im Advent, 19. Dezember 2019

Mein Gott, lass mich aus der Hand der Verbrecher entkommen,
aus der Faust derer, die Unrecht tun, die gewalttätig sind.

Psalm 71, Bibel in gerechter Spprache

Papst Franziskus schafft im Kampf gegen Missbrauch in der katholischen Kirche das umstrittene "päpstliche Geheimnis" ab. Künftig dürfen somit Informationen aus Kirchenprozessen zu sexueller Gewalt gegen Kinder und zu Vertuschung der Taten an staatliche Behörden gehen.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/kirche-papst-schafft-paepstliches-geheimnis-bei-missbrauch-ab-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-191217-99-174404

 

 

 

3. Mittwoch im Advent, 18. Dezember 2019

Der König rette die Armen, die nach Befreiung schreien,
die Gebeugten, denen niemand hilft.
Er habe Mitleid mit Geringen und Armen
und rette das Leben der Armen.

Psalm 72 Bibel in gerechter Sprache

Glück als Staatsziel

Zwar gehört Bhutan zu den ärmsten Ländern der Welt. Dafür ist das Glück der Menschen dort erklärtes Staatsziel: Seit 2008 steht nämlich in der Verfassung, dass das Wohlbefinden der Nation Vorrang hat – nicht bloss ein möglichst starkes Wirtschaftswachstum. «Bruttonationalglück ist wichtiger als Bruttoinlandsprodukt» – dieses Motto hat einst der König ausgegeben. Und ein bisschen glücklicher können sich nun auch Schwule und Lesben im Land schätzen.
Im vergangenen September wurde in Indien ebenfalls beschlossen, Homosexualität nicht mehr zu kriminalisieren. Dort war der Durchbruch vom Obersten Gericht gekommen.
In Bhutan ist Homosexualität nicht mehr strafbar http://mannschaft.com/2019/06/09/in-buthan-ist-homosexualitaet-nicht-mehr-strafbar/

 

 

3. Dienstag im Advent, 17. Dezember 2019

Der König komme herab wie Regen auf das abgeerntete Feld,
wie Regenschauer auf das Land.
Dann blüht in diesen Tagen, wer gerecht ist.
Tiefer Friede ist da, bis der Mond nicht mehr ist.

Psalm 72 Bibel in gerechter Sprache

Plantagen bringen Regen in die Wüste

Ein Drittel unseres Planeten ist von Wüsten und Halbwüsten bedeckt. Flächen, die man besser nutzen könnte. Deshalb werden gerade einige Wüsten begrünt. Und das kann sogar dafür sorgen, dass in den trockenen Wüsten Regen fällt. Klingt unglaublich? Forscher der Universität Hohenheim haben jetzt herausgefunden, wie man mit riesigen Jojoba-Plantagen gezielt für Regen in der Wüste sorgen kann. Und gleichzeitig können die Plantagen auch noch erhebliche Mengen CO2 binden im Kampf gegen die Klimakrise.

https://www.mdr.de/wissen/jojoba-plantagen-bringen-regen-in-die-wueste-100.html


 

3. Montag im Advent, 16. Dezember 2019

Gib ihnen nach ihrem Tun, nach der Bosheit ihres Handelns.
Nach den Taten ihrer Hände gib ihnen,
wende, was sie vollbracht haben, auf sie zurück.
Ja, sie achten das Tun des Ewigen nicht, noch die Taten seiner Hände.
Niederreißen wird er sie, nicht wieder aufbauen.

Psalm 25 Bibel in gerechter Sprache

Dammbruch in Brasilien

Mindestens 250 Menschen werden in Brasilien getötet, als dort der Damm einer Minengesellschaft bricht bei Brumadinho am 25. Januar. Erst vier Monate vor dem Bruch inspiziert der Prüfkonzern TÜV Süd den Damm, erklärt ihn für sicher, trotz erkannter Gefahren und nicht behobener Mängel. …
„Es ist ja drei Jahre vor dem Dammbruch in Brumadinho schon mal ein Damm gebrochen, nur 120 Kilometer entfernt, in Mariana, und allerspätestens nach diesem Dammbruch hätten alle Alarmzeichen hochgehen müssen, dass diese Art von Dämmen, diese Upstream-Dämme, die in Brasilien noch relativ häufig sind, die aber mit sehr, sehr großen Risiken belastet sind, weil sie gar keine richtige Dammkonstruktion sind, sondern eine Aufschüttung von Material, das unter bestimmten Bedingungen sich verflüssigen kann und den Damm dann zum Brechen bringen kann, dass diese Dämme extrem riskant sind. Der Damm in Brumadinho war so ein Damm und es war – und das zeigt der interne Schriftverkehr – ganz, ganz klar, es war schon über ein Jahr vorher bekannt, dass es diese Probleme gibt. Es wurden verschiedene Maßnahmen eingeleitet, die nicht funktioniert haben, und es hätte sowohl von Vale als auch von TÜV Süd alles getan werden müssen, damit dieser Damm stillgelegt wird.“

Misereor-Beraterin: „TÜV Süd kannte die Risiken“ Susanne Friess, Misereor, im Gespräch mit Mario Dobovisek

https://www.deutschlandfunk.de/dammbruch-in-brasilien-misereor-beraterin-tuev-sued-kannte.694.de.html?dram:article_id=461154

 

 

      3. Sonntag im Advent, 15. Dezember 2019

DER HEILIGE liebt die, die gerecht handeln.
DER HEILIGE bewahrt die Fremden,
Waisen und Witwen richtet er wieder auf,
aber den Weg der Gewalttätigen macht er krumm.

Psalm 146 Bibel in gerechter Sprache

Wohngruppe für weibliche minderjährige Flüchtlinge Die Wohngruppe ist ausgerichtet für Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, die Erfahrungen gemacht haben mit Flucht und Vertreibung, Trennung und Beziehungsabbrüchen, physischer und psychischer Gewalt und/oder Krieg.
Das Caritas Kinder- und Jugenddorf Markkleeberg bietet bereits seit dem 1. Januar 2016 Platz für vier, maximal fünf unbegleitete minderjährige Flüchtlingsmädchen an.
Das Angebot beinhaltet neben einem sicheren Lebensort und Schutzraum eine altersentsprechende sozialpädagogische, gegebenenfalls psychologische Betreuung und Begleitung (Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung, Aufarbeitung traumatischer Erlebnisse) sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Verselbstständigung und Integration, insbesondere im Hinblick auf die Schul- und berufliche Ausbildung. Die Maßnahmen zur Integration schließen eine entsprechende Alltagsbefähigung und sprachliche Förderung mit ein.

https://www.caritas-leipzig.de/hilfeundberatung/kinderjugendlicheundfamilien/hilfenzurerziehung/kinderundjugenddorf/wohngruppe-fuer-unbegleitete-minderjaehrige-weibliche-fluechtlinge


 

 

2. Samstag im Advent,15. Dezember 2019

Gott der Himmelsmächte, kehre doch um!
Schau vom Himmel und sieh!
Nimm dich dieser Weinrebe an!

Psalm 80 Bibel in gerechter Sprache

Hilfeschrei – zerstörte Erde
Die Aufgaben, vor die der Klimawandel Regierungen, Gesellschaften, Familien und jeden einzelnen Menschen stellt, sind gewaltig. Um sie zu bewältigen, brauchen wir Zuversicht und Beistand. Gott, der Schöpfer und Erhalter des Lebens, hat im Noah bund sein gnädiges und lebenserhaltendes Ja zu seiner Schöpfung auch angesichts von Sünde und Bosheit der Menschen bekräftigt....
Diese Zusage Gottes gilt noch immer, ihr wollen wir auch heute vertrauen. Sie macht uns Mut, uns trotz aller Leben zerstörenden Entwicklungen für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Wir sind als Ebenbilder Gottes berufen, die Erde als bewohnbaren Lebensraum zu bebauen und zu bewahren (Gen 2,15) "Der Mensch wird als Stellvertreter und dialogfähiger Repräsentant der kontinuierlichen und fürsorglichen Herrschaft gesehen. Der Auftrag des Schöpfers weist dem Menschen die Mitverantwortung für eine gedeihliche Nutzung und lebensfördernde Bewirtschaftung der von Gott geschaffenen Lebensräume zu. Vor Gott hat er die Wahrnehmung dieses Auftrages zu verantworten."
Immer wieder sind Menschen diesem Auftrag nicht gerecht geworden und haben sich vor Gott und der Schöpfung schuldig gemacht. Die Bibel erzählt viele Geschichten dieser Verfehlungen, aber auch Geschichten von Gottes Geduld und Güte, mit der er Menschen, die in die Irre gegangen sind, zur Umkehr zum Leben ruft und sie wieder auf den richtigen Weg bringt. Davon zeugen die Geschichten des Alten Testamentes, besonders die Botschaften der Propheten, aber auch die Geschichten des Neuen Testamentes, in denen uns Gottes bleibende Liebe und Güte in Jesus Christus zugesagt wird.

https://www.ekd.de/Klimawandel-5-Theologische-Orientierung-584.htm

Umkehr zum Leben.
Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels, Denkschrift des Rates der EKD, 2009, Hrsg. Gütersloher Verlagshaus,

 

 

 

2.Freitag im Advent, 13. Dezember 2019

Ja, auf den Weg der Gerechten gibt GOTT Acht,
der Weg der Machtgierigen aber verliert sich.

Psalm 1 Bibel in gerechter Sprache

Unser Beten
wird seine Erprobung und Bewährung dadurch erfahren, wie wir mit anderen Menschen zusammenleben.
Wenn ich mich an Gott wende, dann verändert sich etwas in mir.
Jeder Mensch kann durch das Beten lernen, ein wenig mehr zu lieben.
Und jeder kleine Fortschritt darin verändert die Welt.
Ich spüre: da ist Wohlwollen.
Und das Wohlwollen dehnt sich auf der ganzen Erde aus.

Abt Odilo Lechner, Warum ich bete – Gespräche mit Gott, Heyne 2003

 

 

2. Donnerstag im Advent, 12. Dezember 2019

Dein Königtum ist ein Königtum für alle Zeit,
deine Herrschaft dauert von Generation zu Generation.

Psalm 145 Bibel in gerechter Sprache

Unbestritten bleibt: Mein Verhalten ist nicht nur für meine Lebenszeit wirksam. Was ich tue oder überlasse, hat Auswirkungen auf viele, die nach mir kommen. Die gleiche Problematik spricht ein Entscheidungsverfahren an, das aus dem Kulturkreis der nordamerikanischen Ureinwohner überliefert ist: Alle wichtigen Pläne sollen unter dem Aspekt geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf die Nachkommen bis zur siebten generation haben werden. Vielen Entscheidern in der Industriegesellschaft ist dieses langfristige Denken fremd. Ich sehe hierin eines der Grundprobleme unserer Zivilisation.

Bernhard Suttner, Die 10 Gebote Eine Ethik für das 21. Jahrhundert; mankau, 2007

 

 

 

2. Mittwoch im Advent, 11. Dezember 2019

Segne DIE EINE, du meine Lebenskraft!
Vergiss nicht, was sie alles vollbracht hat:
Die dir alle deine Schuld vergibt, alle deine Krankheiten heilt, die dein Leben aus dem Grab befreit, dich mit Güte und Barmherzigkeit krönt.

Psalm 103 Bibel in gerechter Sprache

Lobe die Weisheit

Lobe die Weisheit, die göttliche Kraft ohne Ende, lobe sie Menschheit, erhebe zu ihr deine Hände, folgt ihrem Wort, sie schenkt Rat immer fort, öffnet euch ganz ihrer Spende
Lobe die Weisheit, die alles so liebevoll leitet, die unsre Herzen in Hoffnung und Zutrauen weitet, die uns befreit, die in Verfolgung und Leid über uns Flügel ausbreitet
Lobe die Weisheit, von Anbeginn Quelle und Segen, du bist aus ihr und in dir ist sie freundlich zugegen, Raum, Meer und Land trägt sie, wie dich, in der Hand, will uns zum Lieben bewegen
Singe der Weisheit, ja sing ihren Namen und tanze, sie bindet Leben und Sterben zum heiligen Kranze; sie ist das Licht, das unsre Ängste durchbricht, weckt uns ins göttliche Ganze

(Christa Peikert-Flaspöhler, zu singen nach Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren) https://www.oekumene-ack.de/fileadmin/user_upload/schoepfungstag/Luebeck_2017/Gottesdienst_des_Christinnenrates_zum_OEkum._Tag_der_Schoepfung_2017.pdf

 

 

 


2. Dienstag im Advent 10. Dezember 2019

 

 

Die Himmel sollen sich freuen, die Erde jubeln, das Meer rausche und was es erfüllt!
Das Feld jauchze laut und was darauf lebt, es sollen jubeln alle Bäume des Waldes

Psalm 96 Bibel in gerechter Sprache

Äthiopische Bauern haben mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen. Da ist zum einen das kleinparzellierte Land: Einer Familie steht oft gerade so viel Acker zur Verfügung, wie sie zum Überleben braucht. Ein weiteres Problem sind die Dürreperioden, die immer wieder die Ernten bedrohen.
Doch auch starker Regen kann Feldern und Weideland Schaden zufügen, vor allem, wenn das Land gerodet oder überweidet ist und keine Bäume, Büsche oder Gräser die talwärts stürzenden Wassermassen bremsen. Dann schwemmen die Fluten wertvollen Mutterboden fort und fräsen im Laufe der Zeit tiefe Gräben ins Land, die den Ackerbau zusätzlich erschweren.
Gemeinsam mit den Bauern will Menschen für Menschen die landwirtschaftliche Produktivität steigern. Dazu gehören neben dem Einsatz effektiver Anbaumethoden auch Maßnahmen zum Erhalt der natürlichen Ressourcen, die die Erosion und das Auslaugen der Böden verhindern. Denn genügend fruchtbare Acker- und Weideflächen bedeuten auch: genug Nahrungsmittel für die Bauern und Hirten und ihre Familien. Viele von ihnen können auf diese Weise sogar neue Einkommensquellen durch den Verkauf von Erzeugnissen auf dem Markt erschließen.

https://www.menschenfuermenschen.de/schwerpunkte/landwirtschaft/erosionsschutz-zur-ernaehrungssicherung-in-wore-illu/

 

 

2. Montag der Adventszeit, 9. Dezember 2019
zum Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria

Alle Enden der Erde sahen das befreiende Handeln unserer Gottheit.
Rufe laut zu Adonaj, du ganze Erde!
Seid heiter, jubelt, musiziert!

Psalm 98, Bibel in gerechter Sprache

Meine Seele lobt die Lebendige,
und mein Geist jubelt über Gott, die mich gerettet hat.
Der Evangelist lässt Maria singen. Sie singt ein altes Lied, wie es schon Propheten und Psalmisten vor ihr gesungen haben. Sie singt von der Hoffnung auf Gott, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit. Sie singt ein altes Lied ganz neu, als junge Frau in Erwartung ihres ersten Kindes, von dem sie weiß, dass es groß sein wird und „Sohn des Höchsten“ genannt werden wird. Lukas lässt Maria singen, gleichsam als Vorwort für das Leben, Wirken und die Botschaft Jesu, sie wird selbst zur Prophetin.
Erfüllt von überwältigender Freude singt sie dieses Lied als Lob, als Dank und auch als Protest gegen die bestehenden Verhältnisse. Sie singt von Gott, der sie erwählt hat, der nicht gemeinsame Sache mit den Mächtigen, mit den Ausbeutern und Reichen macht, der auf der Seite der Armen und Ausgegrenz- ten steht, der zu seinem Wort steht und treu ist. Sie singt von einer besseren Welt.
Sie kündigt in ihrem Lobpreis Gottes die Botschaft und das Handeln ihres Sohnes Jesus an, den sie bis zu seiner Ermordung durch die politischen und religiösen Machthaber am Kreuz begleiten wird. Er setzt in seinem Leben vor allem auf sein Handeln gegenüber Menschen am Rande der Gesellschaft und seine Botschaft von der Nächstenliebe als Weg zu einer besseren Welt. Damit provoziert er den Argwohn und den Hass der herrschenden Klasse, denn sie fürchten diese subversive Revolution mehr als jeden offenen Auf- stand. Jesus lebt sein Leben und verkündet Gottes Zuwendung bis zur bitteren Konsequenz, den Tod am Kreuz. Doch sein Leben und seine Botschaft sind stärker als der Tod.
Nichts hat dieses Lied an Aktualität verloren, immer und immer wieder- holen sich Machtkämpfe, Ungerechtigkeit, Habgier, Ausbeutung, Zerstörung und Kriege. Immer und immer wieder erklingt dieses Lied der jungen Frau Maria aus Nazareth. Immer und immer wieder macht dieses Lied Mut, gegen das Unrecht aufzustehen, damit eine bessere Welt möglich wird.
Sigrid Grabmeier zu Lk 1, 46-56
 

 

 

      2. Sonntag im Advent, 8. Dezember 2019

Er richte dein Volk in Gerechtigkeit,
verhelfe den Gebeugten zum Recht.
Dann tragen die Berge Frieden,
die Hügel Gerechtigkeit für das Volk.

Psalm 72 Bibel in gerechter Sprache

In Brasilien brennt schon wieder eine Bioregion. Nach den großen Bränden im Amazonaswald, im August und September, ist jetzt das Pantanal dran. Alleine in der Region um die Städte Corumbá und Miranda, im Teilstaat Mato Grosso do Sul, hat das Feuer in den letzten Tagen eine Fläche von 122.000 Hektar vernichtet, veröffentlichte das staatliche Klimainstitut Inpe. Aber anders als bei den Bränden Amazoniens, finden die Brände im Pantanal kaum Beachtung in den Medien. …
"Zu größten Teil sind das von Menschenhand verursachte Brände", sagt Carlos Rittl vom Klima-ThinkTank Observatório do Clima im Gespräch mit der DW. Da steckten Landwirte dahinter oder andere Leute. "Seit Monaten brennt es nun, aber es wird nicht so wahrgenommen wie in Amazonien. Aber die Situation hier ist sehr, sehr kritisch."...
Aber nicht nur die Medien ignorierten das Pantanal, sondern auch die Zentralregierung in Brasília, so Dias. "Die Regierung macht sich nicht besonders große Sorgen, auch weil ja nur wenige Menschen das Pantanal tatsächlich kennen. Und deshalb geben sie dieser Region weniger Beachtung. Wir haben hier beobachtet, wie spät die Regierung auf die Brände reagierte. Hier bedarf es einer vorsorglichen Kontrollpolitik, an der auch die Regierung mitwirkt."...
Auch für Carlos Rittl hat die Regierung eine Mitschuld an den ausufernden Bränden. "Das ist ja auch eine Folge des Toleranz-Diskurses der Regierung gegenüber den Verbrechen; dem Versprechen, dass die Gesetze geändert werden, dass illegale Brände nicht bestraft werden. Und ständig trifft sich Präsident Jair Bolsonaro und Umweltminister Ricardo Salles mit Leuten, die Verbrechen begehen, in den Goldsucherlagern in Amazonien. Und stets weckt man die Hoffnung, dass das, was illegal ist, legalisiert wird. Das macht glauben, dass diese Regierung einfach alles erlauben wird."

https://www.dw.com/de/brasiliens-nächste-feuerkatastrophe/a-51173887

Thomas Milz, 9.11.2019, Deutsche Welle: Brasiliens nächste Feuerkatastrophe

 

 

 

1. Samstag im Advent, 7. Dezember 2019

DIE HEILIGE baut Jerusalem wieder auf,
sammelt die Vertriebenen Israels.
Sie heilt die, deren Herz zerbrochen ist, verbindet ihre Wunden.
Sie zählt die Zahl der Sterne, ruft sie alle beim Namen.
Groß ist die göttliche Macht, voller Kraft,
ihre Einsicht ist grenzenlos.
DIE HEILIGE hilft den Elenden wieder auf,
wirft die Gewalttätigen zu Boden.

Psalm 147 Bibel in gerechter Sprache

Lord Dubs – Ein Lobbyist für Flüchtlingskinder

Der 83jährige Lord Alfred Dubs, gebürtiger Tscheche, setzt sich im britischen Oberhaus für minderjährige Flüchtlinge ein. Als Kind war er selbst vor den Nazis geflohen, heute möchte er gern etwas zurückgeben. ZDFmediathek, 11.11.2019 – 2 min.
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-in-europa/lord-dubs-100.html
 

 

 

1. Freitag im Advent, 6. Dezember 2019

Eines erbitte ich von DER EWIGEN, das wünsche ich mir:
ich möchte im Haus DER EWIGRN bleiben,
alle Tage meines Lebens,
um die Freundlichkeit DER EWIGEN zu erfahren,
um in ihrem Tempel Einsicht zu gewinnen.

Psalm 27, Bibel in gerechter Sprache

In einer warmen Sommernacht im Jahre 1993 sah Pedro Dabrowski SDB, wie Polizeipatrouillen Straßenkinder in Lima verfolgten. Sie wollten sie festnehmen und ins Gefängnis schicken. Pater Pedro zögerte nicht lange und öffnete den Kindern und Jugendlichen die Tür seines Hauses. So konnten sie sich im Innenhof des Gebäudes verstecken. Seit dieser Nacht bieten die Salesianer Don Boscos Kindern und Jugendlichen, die in Lima auf der Straße leben, ein Zuhause.

Haus für Strassenkinder Don Bosco Peru https://www.don-bosco-mondo.de/informieren/strassenkinder/behuetet-im-haus-der-liebevollen-aufnahme/

 

1. Freitag im Advent, 6. Dezember 2019

Eines erbitte ich von DER EWIGEN, das wünsche ich mir:
ich möchte im Haus DER EWIGRN bleiben,
alle Tage meines Lebens,
um die Freundlichkeit DER EWIGEN zu erfahren,
um in ihrem Tempel Einsicht zu gewinnen.

Psalm 27, Bibel in gerechter Sprache

In einer warmen Sommernacht im Jahre 1993 sah Pedro Dabrowski SDB, wie Polizeipatrouillen Straßenkinder in Lima verfolgten. Sie wollten sie festnehmen und ins Gefängnis schicken. Pater Pedro zögerte nicht lange und öffnete den Kindern und Jugendlichen die Tür seines Hauses. So konnten sie sich im Innenhof des Gebäudes verstecken. Seit dieser Nacht bieten die Salesianer Don Boscos Kindern und Jugendlichen, die in Lima auf der Straße leben, ein Zuhause.

Haus für Strassenkinder Don Bosco Peru https://www.don-bosco-mondo.de/informieren/strassenkinder/behuetet-im-haus-der-liebevollen-aufnahme/

 

 

 

1. Donnerstag im Advent, 5. Dezember 2019

Besser sich bergen bei Adonaj, als sich bei Menschen zu sichern.
Besser sich bergen bei Adonaj, als sich bei Angesehenen zu sichern.

Psalm 118 Bibel in gerechter Sprache

Heute ahne ich, dass unserem Gott das Leben viel wichtiger ist als alle Kategorien von gut und bö́se. Ich erfahre immer wieder neu, wie er mich herausfordert aus meinen alten Bahnen, in denen ich trotz vieler Entwicklungen immer noch verhaftet bin. Manchmal fühle ich mich schmerzlich hin- und hergerissen zwischen dem Ruf Gottes zur Freiheit und meiner existenziellen Angst, die alle Kräfte mobilisiert, um mich zurückzuhalten. ...
Das griechische Wort im Neuen Testament, das im Deutschen mit „Kirche“ wiedergegeben wird, heisst: „ekklaesìa“. Dem liegt das Verb zugrunde: „ich rufe heraus“. Wö́rtlich ist die Kirche also die „Herausgerufene“, die Christen sind „Herausgerufene“. Herausgerufen woraus? Wohin? He- rausgerufen aus allem, was nicht Leben ist, was falsche Sicherheit ist. Hineingerufen in die Wegge- meinschaft derer, die sich von Jesus Christus zum wahren Leben führen lassen, auch wenn der Weg über den Kreuzeshügel führt.
So spreche ich heute ein neues, mein eigenes Gebet: „Herr, hilf mir, jeden Tag neu die Beziehung zu dir und zu den Menschen zu wagen. Lass mich dich wahrnehmen in all den Menschen und Situationen, denen ich begegne. Führe mich heraus aus der Enge meiner Ängste und lass mich spüren, wie das Vertrauen auf dich trägt, auch über gefahrvolle Tiefen. Du bist das Licht auf meinem Weg.“
Thomas Heck SVD
https://www.steyler.eu/media/svd/docs/Dokumente-Bibel/Bibelwort_fuer_steyler.org18.pdf


 

 

1. Mittwoch im Advent, 4. Dezember 2019

Du bereitest einen Tisch vor mir,
direkt vor denen, die mich bedrängen.
Mit Öl salbst du mein Haupt.
Mein Becher fließt über.

Psalm 23 Bibel in gerechter Sprache

Wirtschaftlicher Lösungsansatz für Kleinbauern- und Viehhirtengemeinschaften in Tansania

Das Projekt hat zum Ziel, die Lebensbedingungen von Kleinbauern- und Viehhirtenfamilien in Tansania nachhaltig zu verbessern. Unsere Partnerorganisation SAT (Sustainable Agriculture Tanzania) vermittelt Bauern- und Viehhirtengemeinschaften in Ausbildungskursen agrarökologische Methoden zur Steigerung ihrer Ernteerträge, zu verbesserter Viehhaltung und zum Schutz der natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig profitieren Bauern- und Viehhirtengemeinschaften vom gegenseitigen Austausch und stärken damit das friedliche Zusammenleben. SAT schafft mit diesem Projekt diverse Möglichkeiten für lokale Verarbeitung und Vermarktung biologischer Landwirtschaftsprodukte. Durch die enge Zusammenarbeit von Bäuerinnen und Bauern mit lokalen Wissenschaftlern fördert das Projekt eine nachfrageorientierte Forschung im Bereich der Agrarökologie.
Hans Rudolf Herren hat in Afrika Millionen Menschen vor dem Hungertod bewahrt. Er wurde mit dem Welternährungspreis und dem «alternativen Nobelpreis» Right Livelihood Award ausgezeichnet.
Biovision wurde 1998 vom Schweizer Welternährungspreisträger Dr. Hans Rudolf Herren gegründet mit dem Ziel, die Lebenssituation der Menschen in Afrika nachhaltig zu verbessern und die Natur als Grundlage allen Lebens zu erhalten.
https://www.biovision.ch/projekte/tansania/ausbildungszentrum-fuer-oekologische-landwirtschaft/

 

1. Dienstag im Advent, 3. Dezember 2019

Meinen Geschwistern und Nächsten zuliebe
will ich sagen: Friede sei in dir!
Dem Haus DES EWIGEN, unseres Gottes, zuliebe
will ich Gutes suchen für dich.

Psalm 122 Bibel in gerechter Sprache

 

Das siebte, neunte und zehnte Gebot sagen mir:
Du sollst Dich nicht an den Armen bereichern,
du sollst sie noocht betrügen mit unfairen Preisen,
du sollst die Schuldsklaverei nicht dulden,
du sollst nicht mit den Wölfen heulen,
du sollst die Barbarei der Finanzorganisationen
nicht beschönigen oder für unabänderlich halten.
Unser erpresster Reichtum hat unsere Herzen
zu Steinen gemacht,
unsern Kopf zu Computern ohne Geist.
Gott mach aus allen Dieben Geschwister,
die das Leben miteinander teilen.

Aus: Dorothee Sölle, Meditationen zu den 10 Geboten, in: Dorothee Sölle: Den Rhythmus des Lebens spüren. Inspirierter Alltag, Herder 2003

 

1. Montag im Advent, 2. Dezember 2019

Verlangt nach Frieden für Jerusalem! Zufrieden seien alle, die dich lieben!
Friede sei in deinen Mauern, Zufriedenheit in deinen Bauten.
Meinen Geschwistern und Nächsten zuliebe will ich sagen: Friede sei in dir!

Psalm 122 Bibel in gerechter Sprache

Der enge Zusammenhang zwischen Haltung und Handlung wird bei Franz von Assisi am offensichtlichsten beim Thema Frieden. „Wenn ihr mit dem Mund den Frieden verkündet, so versichert euch, ob ihr ihn auch, ja noch mehr, in eurem Herzen habt. „Ein authentisches Friedenshandeln ist nur möglich mit einer inneren Haltung der Gewaltlosigkeit und einem versöhnten Herzen. Erst dann ist es möglich, ein glaubwürdiger Friedensstifter zu sein.

In seinem Testament schreibt Franziskus, dass er den Auftrag zum Friedenstiften vom Höchsten selbst erhalten habe: „Als Gruß, so hat mir der Herr geoffenbart, sollten wir sagen: „Der Herr gebe dir Frieden!“ Diese Weisung wurde ihm zur Leitlinie seines praktischen Handelns. „Bei jeder Predigt flehte er, bevor er den Versammelten das Wort Gottes vorlegte, den Frieden herab mit den Worten: „Der Herr gebe euch den Frieden!“ Diesen Frieden verkündete er allzeit mit größter Liebesglut Männern und Frauen, allen Leuten, die ihm auf dem Weg begegneten.“

Bruder Stefan Federbusch ofm
https://franziskaner.net/27-elemente-franziskanischer-spiritualitaet-23-frieden-stiften/

 

   1. Sonntag im Advent, 1. Dezember 2019

 

Gefreut habe ich mich, als sie zu mir sagten:
Zum Haus DES EWIGEN wollen wir gehen!

Psalm 122, Bibel in gerechter Sprache

Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können. Der Schöpfer verlässt uns nicht, niemals macht er in seinem Plan der Liebe einen Rückzieher, noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben. Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen. Ich möchte allen, die in den verschiedensten Bereichen menschlichen Handelns daran arbeiten, den Schutz des Hauses, das wir miteinander teilen, zu gewährleisten, meine Anerkennung, meine Ermutigung und meinen Dank aussprechen. Besonderen Dank verdienen die, welche mit Nachdruck darum ringen, die dramatischen Folgen der Umweltzerstörung im Leben der Ärmsten der Welt zu lösen. Die jungen Menschen verlangen von uns eine Veränderung.

Papst Franziskus Enzyklika Laudato Si, Absatz 13

www.misereor.de/fileadmin/user_upload/3.Mitmachen/Gemeinde___Gruppen/papst-enzyklika-laudato-si-originaltext.pdf

 

Zuletzt geändert am 24­.12.2019