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Wir sind Kirche-Adventskalender 2019


zusammengestellt von Sigrid Grabmeier

 

1. Freitag im Advent, 6. Dezember 2019

Eines erbitte ich von DER EWIGEN, das wünsche ich mir:
ich möchte im Haus DER EWIGRN bleiben,
alle Tage meines Lebens,
um die Freundlichkeit DER EWIGEN zu erfahren,
um in ihrem Tempel Einsicht zu gewinnen.

Psalm 27, Bibel in gerechter Sprache

In einer warmen Sommernacht im Jahre 1993 sah Pedro Dabrowski SDB, wie Polizeipatrouillen Straßenkinder in Lima verfolgten. Sie wollten sie festnehmen und ins Gefängnis schicken. Pater Pedro zögerte nicht lange und öffnete den Kindern und Jugendlichen die Tür seines Hauses. So konnten sie sich im Innenhof des Gebäudes verstecken. Seit dieser Nacht bieten die Salesianer Don Boscos Kindern und Jugendlichen, die in Lima auf der Straße leben, ein Zuhause.

Haus für Strassenkinder Don Bosco Peru https://www.don-bosco-mondo.de/informieren/strassenkinder/behuetet-im-haus-der-liebevollen-aufnahme/

 

 

 

1. Donnerstag im Advent, 5. Dezember 2019

Besser sich bergen bei Adonaj, als sich bei Menschen zu sichern.
Besser sich bergen bei Adonaj, als sich bei Angesehenen zu sichern.

Psalm 118 Bibel in gerechter Sprache

Heute ahne ich, dass unserem Gott das Leben viel wichtiger ist als alle Kategorien von gut und bö́se. Ich erfahre immer wieder neu, wie er mich herausfordert aus meinen alten Bahnen, in denen ich trotz vieler Entwicklungen immer noch verhaftet bin. Manchmal fühle ich mich schmerzlich hin- und hergerissen zwischen dem Ruf Gottes zur Freiheit und meiner existenziellen Angst, die alle Kräfte mobilisiert, um mich zurückzuhalten. ...
Das griechische Wort im Neuen Testament, das im Deutschen mit „Kirche“ wiedergegeben wird, heisst: „ekklaesìa“. Dem liegt das Verb zugrunde: „ich rufe heraus“. Wö́rtlich ist die Kirche also die „Herausgerufene“, die Christen sind „Herausgerufene“. Herausgerufen woraus? Wohin? He- rausgerufen aus allem, was nicht Leben ist, was falsche Sicherheit ist. Hineingerufen in die Wegge- meinschaft derer, die sich von Jesus Christus zum wahren Leben führen lassen, auch wenn der Weg über den Kreuzeshügel führt.
So spreche ich heute ein neues, mein eigenes Gebet: „Herr, hilf mir, jeden Tag neu die Beziehung zu dir und zu den Menschen zu wagen. Lass mich dich wahrnehmen in all den Menschen und Situationen, denen ich begegne. Führe mich heraus aus der Enge meiner Ängste und lass mich spüren, wie das Vertrauen auf dich trägt, auch über gefahrvolle Tiefen. Du bist das Licht auf meinem Weg.“
Thomas Heck SVD
https://www.steyler.eu/media/svd/docs/Dokumente-Bibel/Bibelwort_fuer_steyler.org18.pdf


 

 

1. Mittwoch im Advent, 4. Dezember 2019

Du bereitest einen Tisch vor mir,
direkt vor denen, die mich bedrängen.
Mit Öl salbst du mein Haupt.
Mein Becher fließt über.

Psalm 23 Bibel in gerechter Sprache

Wirtschaftlicher Lösungsansatz für Kleinbauern- und Viehhirtengemeinschaften in Tansania

Das Projekt hat zum Ziel, die Lebensbedingungen von Kleinbauern- und Viehhirtenfamilien in Tansania nachhaltig zu verbessern. Unsere Partnerorganisation SAT (Sustainable Agriculture Tanzania) vermittelt Bauern- und Viehhirtengemeinschaften in Ausbildungskursen agrarökologische Methoden zur Steigerung ihrer Ernteerträge, zu verbesserter Viehhaltung und zum Schutz der natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig profitieren Bauern- und Viehhirtengemeinschaften vom gegenseitigen Austausch und stärken damit das friedliche Zusammenleben. SAT schafft mit diesem Projekt diverse Möglichkeiten für lokale Verarbeitung und Vermarktung biologischer Landwirtschaftsprodukte. Durch die enge Zusammenarbeit von Bäuerinnen und Bauern mit lokalen Wissenschaftlern fördert das Projekt eine nachfrageorientierte Forschung im Bereich der Agrarökologie.
Hans Rudolf Herren hat in Afrika Millionen Menschen vor dem Hungertod bewahrt. Er wurde mit dem Welternährungspreis und dem «alternativen Nobelpreis» Right Livelihood Award ausgezeichnet.
Biovision wurde 1998 vom Schweizer Welternährungspreisträger Dr. Hans Rudolf Herren gegründet mit dem Ziel, die Lebenssituation der Menschen in Afrika nachhaltig zu verbessern und die Natur als Grundlage allen Lebens zu erhalten.
https://www.biovision.ch/projekte/tansania/ausbildungszentrum-fuer-oekologische-landwirtschaft/

 

1. Dienstag im Advent, 3. Dezember 2019

Meinen Geschwistern und Nächsten zuliebe
will ich sagen: Friede sei in dir!
Dem Haus DES EWIGEN, unseres Gottes, zuliebe
will ich Gutes suchen für dich.

Psalm 122 Bibel in gerechter Sprache

 

Das siebte, neunte und zehnte Gebot sagen mir:
Du sollst Dich nicht an den Armen bereichern,
du sollst sie noocht betrügen mit unfairen Preisen,
du sollst die Schuldsklaverei nicht dulden,
du sollst nicht mit den Wölfen heulen,
du sollst die Barbarei der Finanzorganisationen
nicht beschönigen oder für unabänderlich halten.
Unser erpresster Reichtum hat unsere Herzen
zu Steinen gemacht,
unsern Kopf zu Computern ohne Geist.
Gott mach aus allen Dieben Geschwister,
die das Leben miteinander teilen.

Aus: Dorothee Sölle, Meditationen zu den 10 Geboten, in: Dorothee Sölle: Den Rhythmus des Lebens spüren. Inspirierter Alltag, Herder 2003

 

1. Montag im Advent, 2. Dezember 2019

Verlangt nach Frieden für Jerusalem! Zufrieden seien alle, die dich lieben!
Friede sei in deinen Mauern, Zufriedenheit in deinen Bauten.
Meinen Geschwistern und Nächsten zuliebe will ich sagen: Friede sei in dir!

Psalm 122 Bibel in gerechter Sprache

Der enge Zusammenhang zwischen Haltung und Handlung wird bei Franz von Assisi am offensichtlichsten beim Thema Frieden. „Wenn ihr mit dem Mund den Frieden verkündet, so versichert euch, ob ihr ihn auch, ja noch mehr, in eurem Herzen habt. „Ein authentisches Friedenshandeln ist nur möglich mit einer inneren Haltung der Gewaltlosigkeit und einem versöhnten Herzen. Erst dann ist es möglich, ein glaubwürdiger Friedensstifter zu sein.

In seinem Testament schreibt Franziskus, dass er den Auftrag zum Friedenstiften vom Höchsten selbst erhalten habe: „Als Gruß, so hat mir der Herr geoffenbart, sollten wir sagen: „Der Herr gebe dir Frieden!“ Diese Weisung wurde ihm zur Leitlinie seines praktischen Handelns. „Bei jeder Predigt flehte er, bevor er den Versammelten das Wort Gottes vorlegte, den Frieden herab mit den Worten: „Der Herr gebe euch den Frieden!“ Diesen Frieden verkündete er allzeit mit größter Liebesglut Männern und Frauen, allen Leuten, die ihm auf dem Weg begegneten.“

Bruder Stefan Federbusch ofm
https://franziskaner.net/27-elemente-franziskanischer-spiritualitaet-23-frieden-stiften/

 

   1. Sonntag im Advent, 1. Dezember 2019

 

Gefreut habe ich mich, als sie zu mir sagten:
Zum Haus DES EWIGEN wollen wir gehen!

Psalm 122, Bibel in gerechter Sprache

Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können. Der Schöpfer verlässt uns nicht, niemals macht er in seinem Plan der Liebe einen Rückzieher, noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben. Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten, um unser gemeinsames Haus aufzubauen. Ich möchte allen, die in den verschiedensten Bereichen menschlichen Handelns daran arbeiten, den Schutz des Hauses, das wir miteinander teilen, zu gewährleisten, meine Anerkennung, meine Ermutigung und meinen Dank aussprechen. Besonderen Dank verdienen die, welche mit Nachdruck darum ringen, die dramatischen Folgen der Umweltzerstörung im Leben der Ärmsten der Welt zu lösen. Die jungen Menschen verlangen von uns eine Veränderung.

Papst Franziskus Enzyklika Laudato Si, Absatz 13

www.misereor.de/fileadmin/user_upload/3.Mitmachen/Gemeinde___Gruppen/papst-enzyklika-laudato-si-originaltext.pdf

 

Zuletzt geändert am 06­.12.2019